  | Der fruehe Bogen faengt den goldenen Vogel! So heisst es zumindest. Deshalb sind wir heute um ca. halb 4 Uhr aufgestanden, um nicht nur den Sonnenaufgang, sondern auch den Tagesanbruch! zu fotografieren. Nicht das wir den Stein nicht schon Vormittag, Abends und zum Sonnenuntergang fotografiert haetten und zwar so exakt, Meter fuer Meter, jeden Winkel, dass wir euch zu hause sicher ein 3D-Modell davon erstellen koennen.
Ok, aber mir als alten Nachtmenschen hat das eh gefallen. Die romantische Ader raushaengen lassen, den Sternenhimmel fotografiern, der Stille lauschen. Ein einsamer Ranger, der uns erklaert, dass der Park erst in 2 Stunden aufsperrt und wir eigentlich etwas sehr ungesetzliches hier machen. Gottseidank erkannte er uns als friedlich und liess uns trotzdem weiterhin gewaehren. Dann endlich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont. In der Ferne heulen die Dingos. Der Fels leuchtet schon rot. Mitten aus dem Busch hoert man plotzlich ein "Siehste, ne Sternschnuppe. DAS chabe ich chja noch nie gesehennn!" den Frieden durchbrechen. Irgendwo in der groessten Einoede, mitten in der Nacht, wenn man sich mutterseelenallein denkt, tauchen von Irgendwo aus der Hecke deutsche Touristen auf. Also fuer mich ist damit die Frage, welche die groesste unter den drei Plagen (Mosquitos, deutsche Touristen, asiatische Reisegruppen) ist, ein fuer allemal geklaert. Apropo asiatische Reisegruppe, 10 min spaeter standen ca. 25 Busse vollbeladen mit gaffenden Schlitzaugen und gaehnenden Maeulern rund um uns herum und verdarben uns das Licht. Naja, wenigstens haben wir das Schoenste alleine erlebt. Der Sonnenaufgang selbst ist dann etwas unspektakulaerer. |